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Low-Entry-Bus
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Als Low-Entry-Bus (englisch low entry [], deutsch ‚niedriger Eingang‘) auch LE-Bus, wird in der Niederflurtechnik ein Konzept bezeichnet, bei dem ein Omnibus ĂŒber stufenlose Einstiege und einen teilweise niederflurigen Bereich im Innenraum, meist zwischen der Vorder- und MitteltĂŒr verfĂŒgt, der Heckbereich des Fahrgastraums jedoch hochflurig liegt und nur ĂŒber Stufen im Mittelgang zu erreichen ist.

Contents

‱ Vorteile
‱ Nachteile
‱ Gelenkbusse
‱ Galerie

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Idee des LE-Konzeptes

Der Gedanke ist, dass nicht alle FahrgĂ€ste auf barrierefreie Fahrzeuge angewiesen sind, sondern nur ein recht geringer Anteil an bewegungseingeschrĂ€nkten Menschen, denen man niederflurige Bereiche im sonst hochflurigen Fahrzeug anbieten kann. Alle anderen können problemlos hochflurige Wagenteile und Treppen nutzen. Ein LE-Bus stellt daher einen guten Kompromiss zwischen den Anforderungen an die Barrierefreiheit dar, die bei Ausschreibungen fĂŒr Nahverkehrsleistungen zunehmend gefordert wird, sowie die Vorteile der einfacheren Fertigung und Wartung. Laut der EU-Richtlinie 2001/85/EG gilt ein LE-Bus als Niederflurfahrzeug und kann die Ausschreibungskriterien von Verkehrsleistungen, in denen Niederflurfahrzeuge gefordert werden, entsprechend erfĂŒllen.cite-ref-1[1]

Vorteile

LE-Busse sind in der Produktion und Beschaffung etwa zehn Prozent gĂŒnstiger als typengleiche Niederflurbusse mit durchgehend stufenlosem Mittelgang, da auf Antriebsteile aus der Hochflur- oder LKW-Serienfertigung zurĂŒckgegriffen werden kann und keine teuren Sonderkonstruktionen wie beispielsweise Winkelgetriebe oder invertierte (umgekehrte) Portalachsen fĂŒr Niederflurfahrzeuge erforderlich sind. Ferner sind die Fahrzeuge wartungsfreundlicher, da den Antriebskomponenten mehr Platz im Motorraum zur VerfĂŒgung steht, wĂ€hrend im Niederflurbus Unterflurmotor und Nebenaggregate durch den dortigen Platzmangel komplizierter angeordnet werden mĂŒssen und fĂŒr die Wartung somit auch schlechter zugĂ€nglich sind.

In Niederflurbussen sind viele Komponenten aus Platzmangel im Motorraum oft an anderer Stelle im Fahrzeug untergebracht, wie in KĂ€sten unter den Fahrgastsitzen oder in DachkanĂ€len, was Wartungsarbeiten teilweise erschwert. Die einseitige Belastung von Reifen und Bremsen entfĂ€llt beim LE-Bus ebenfalls, da der Motor meist mittig im Heck steht; die Motorlage wirkt sich damit auch gĂŒnstiger auf das Fahrverhalten aus. Es kann ferner ein herkömmlicher Motor aus der LKW-/Industriefertigung verwendet werden, der keine am Block anliegende Ölwanne fĂŒr den Liegendeinbau benötigt, auch vermindert der grĂ¶ĂŸere Platz im Motorraum die StauwĂ€rme. Im hinteren, hochflurigen Teil können mehr SitzplĂ€tze untergebracht werden, da aufgrund der dort fehlenden RadkĂ€sten alle Sitze in Fahrtrichtung montiert werden können, was eine erhöhte Bestuhlungsdichte ermöglicht.

Nachteile

Ein Nachteil des LE-Busses ist, dass dieser recht hoch gebaut werden muss, damit auch im Hochflurbereich ausreichende Stehhöhe vorhanden ist. Dies stellt insbesondere höhere Anforderungen an die Steifigkeit der Karosserie, da trotz der grĂ¶ĂŸeren Fahrzeughöhe die Bodengruppe im vorderen Niederflurteil ohne die ĂŒbliche RahmenverstĂ€rkung auskommen muss. Die LE-Modelle von Mercedes-Benz oder Van Hool haben ein nur im Heckbereich erhöhtes Fahrzeugdach, womit auch dort ausreichende Stehhöhe gewĂ€hrleistet ist, wĂ€hrend der vordere Wagenteil annĂ€hernd baugleich mit den Vollniederflurmodellen ist. MAN, Setra und Solaris beispielsweise haben darauf verzichtet, wenn auch das LE-Modell des MAN Lion’s City gegenĂŒber der Niederflurversion höher ist (erkennbar an dem deutlich höheren, schwarz verblendeten WischertrĂ€ger in der Frontscheibe). Dadurch fehlt diesem Bus auf den hinteren SitzplĂ€tzen, bedingt durch die dort verlaufenden DachkanĂ€le und den Zielschildkasten, auf der letzten Bank die nötige Kopffreiheit.

Ein weiterer Nachteil im Überlandverkehr ist die erschwerte GepĂ€ckmitnahmemöglichkeit. Aufgrund der geringeren Stehhöhe im hinteren Bereich können dort keine oder nur sehr kleinvolumige GepĂ€ckablagen angebracht werden. GegenĂŒber einem Kombibus fehlen andererseits Unterflur-KofferrĂ€ume.

Der Nachteil, dass beim LE-Bus nicht alle SitzplĂ€tze niederflurig liegen, wird relativiert, da in einem Vollniederflurbus die hinteren, sowie die auf den RadkĂ€sten liegenden Sitze teilweise auch auf sehr hohen Podesten angeordnet sind und auch hier Stufen ĂŒberwunden werden mĂŒssen. Bei diesen Sitzen handelt es sich um die insbesondere fĂŒr gehbehinderte FahrgĂ€ste wichtigen tĂŒrnahen PlĂ€tze. Ferner ist in einem Voll-Niederflurbus mit Unterflur-Motorlage der Mittelgang im Heck stark angewinkelt und der Fußraum durch ungĂŒnstig liegende Stufen und PodestaufsĂ€tze unterbrochen. Auch ist der Mittelgang im Heck relativ schmal.

Der Umstand eines hohen Fahrgastbodens kann auch als Vorteil gesehen werden, da der Fußraum eines LE-Busses im Heck geordneter und glattflĂ€chiger ist, weil keine Aggregate mit in den Fußraum ragenden KĂ€sten ĂŒberbaut werden mĂŒssen und somit große StufenabstĂ€nde zwischen Mittelgang und Sitzpodest vermieden werden können. Neben den LE-Bussen setzten sich bei Verbrennungsmotoren zuletzt nun auch vermehrt Voll-Niederflurbusse mit seitlich angeordnetem Turmmotor durch, die ĂŒber einen durchgehend ebenen Wagenboden verfĂŒgen und so ebenfalls keine hohen – möglicherweise auch riskanten – Stufenkonstruktionen im Fahrgastraum mehr benötigen.

Ferner haben LE-Busse einen schlechteren Fahrgastfluss als reine Niederflurbusse. Dies ist sowohl durch den Umstand der Treppen als auch die meist recht weit vorne liegende MitteltĂŒr bedingt. Zwar bieten einige Hersteller, unter anderem Mercedes-Benz und Solaris, eine optionale dritte TĂŒr an, diese ist jedoch meist eine kostspielige Sonderbauart. LE-Busse sind somit fĂŒr den Stadtverkehr mit seinen kurzen Wegstrecken nur bedingt geeignet.

Entwicklung und Geschichte

Der Omnibushersteller AuwĂ€rter-Neoplan hat bereits 1976 mit dem N 814 einen modernen Niederflurbus vorgestellt, der ĂŒber stufenlose Einstiege, aber zwei Stufen vor der Hinterachse verfĂŒgtecite-ref-2[2]. Von diesem Fahrzeugtyp existierten jedoch nur wenige Exemplare, der Durchbruch in der Niederflurtechnik sollte erst gute 20 Jahre spĂ€ter erfolgen, wobei die Low-Entry-Busse (nach heutigem VerstĂ€ndnis) nochmal weitere 10 Jahre zur Marktreife brauchten.

Die KĂ€ssbohrer Fahrzeugwerke stellten 1991 mit dem Setra S 215 NR einen Serien-Überlandniederflurbus vor, der ĂŒber einen konventionellen, hochflurigen Heckbereich verfĂŒgte und somit auch als LE-Bus bezeichnet werden kann. Zumindest bei den Regionalbusgesellschaften der DB kam dieses Modell vermehrt zum Einsatz.

In Schweden setzte sich dieses Low-Entry-Konzept schon etwa Mitte der 1990er Jahre flĂ€chendeckend durch. Neben dem 1992 vorgestellten Scania CN 113 CLL MaxCi bot auch Volvo mit Aufbauten von SĂ€ffle oder Carrus entsprechende Omnibusse, teilweise auch als Gelenkvariante an. FĂŒr den deutschen Markt bot der schwedische Nutzfahrzeughersteller Scania 1994 unter der Bezeichnung „FlexCi“ ein Busfahrgestell fĂŒr Stadtlinienbusse an, der Aufbau erfolgte von Neoplan (N 4015), das ebenfalls mit einem Hochflurteil im Heck dem LE-Konzept entsprachcite-ref-3[3]. WĂ€hrend der Setra S 215 NR – wenn auch in vergleichsweise mĂ€ĂŸiger StĂŒckzahl – von den Regionalbusgesellschaften der Bahn und einigen Privatunternehmen geordert wurde, blieb der N 4015 auf dem Scania-Fahrgestell im deutschsprachigen Raum eine Randerscheinung.

Alle diese seinerzeitigen Entwicklungen wurden bis dahin noch trotz hochfluriger Bereiche als Niederflurfahrzeuge vermarktet, obwohl sie streng genommen, bzw. aus heutiger Sicht LE-Fahrzeuge waren. Die erste Generation hiesiger Niederflurbusse wies zum Fahrzeugheck hin auch noch einzelne Stufen im Mittelgang auf, wie z. B. der Mercedes-Benz O 405 N mit anfangs noch unmittelbar vor der Hinterachse liegender MitteltĂŒr. Auch die ersten Niederflur-Gelenkbusse oder Solo-Fahrzeuge mit dritter TĂŒr hatten in den Heckeinstiegen Stufen, so dass eine vollkommene Barrierefreiheit hier auch nicht gegeben war.

Abgrenzung zwischen Niederflur- und LE-Bus

Erst nachdem die beiden großen deutschen Hersteller Evobus und MAN weg vom optisch einheitlichen Standard-Linienbus Ende der 1990er-Jahre eigene Entwicklungen wie die Citaro- oder Lions-City-Reihe vorstellten, die z. B. auch in HecktĂŒr- oder Gelenkvariante mit durchgehend stufenlosem Mittelgang auskamen (nachdem auch Niederflur-Gelenke verfĂŒgbar waren), erhöhten sich auch die Anforderungen an die Konstrukteure, sĂ€mtliche Antriebskomponenten noch platzsparender als ohnehin schon im Fahrzeugboden unterbringen zu mĂŒssen. Dies fĂŒhrte zu recht aufwendigen und teuren Entwicklungen fĂŒr verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig geringe StĂŒckzahlen, wie z. B. bei den Portal-Antriebsachsen. Gleichzeitig gerieten die Verkehrsunternehmen durch neue europĂ€ische Vergabeverfahren ihrer AuftrĂ€ge unter hohen Kostendruck. Sinkende, öffentliche ZuschĂŒsse, die seinerzeit an den Kauf reiner Niederflurfahrzeuge gebunden waren, taten ihr ĂŒbriges.

So machten die deutschen Omnibushersteller wenige Jahre spĂ€ter quasi „die Rolle rĂŒckwĂ€rts“ und boten alternativ zum Vollniederflurbus dazu eine typgleiche LE-Variante an: EvoBus (mit den Marken Mercedes-Benz und Setra) als auch MAN Nutzfahrzeuge nahmen entsprechende Fahrzeuge wie den Mercedes Citaro LE oder den MAN Lion’s City T/TÜ (heute LE) ins Programm auf.

Die wirtschaftlichen ZwĂ€nge der meist öffentlichen Verkehrsunternehmen (oder AufgabentrĂ€ger) fĂŒhrten dann auch dazu, dass diese LE-Modelle hierzulande auch genĂŒgend Abnehmer fanden. Der grĂ¶ĂŸere Anteil entfĂ€llt dabei auf den Regionalverkehr, wobei es auch vereinzelte Low-Entry-Fahrzeuge im Stadtlinienverkehr gibt (z. B. ESWE Verkehr Wiesbaden, LVG LĂŒbeck-TravemĂŒnde). Aus GrĂŒnden des schnelleren Fahrgastwechsels bevorzugt man im Stadtverkehr doch eher die reine Niederflurvariante. Ebenfalls weit verbreitet ist inzwischen der Iveco Crossway LE, der in hohen StĂŒckzahlen bei den Regionalbusgesellschaften der Deutschen Bahn lĂ€uft.

Heute definiert der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen Niederflurbusse, bzw. Niederflurtechnik als „einen ebenen, stufenlosen Fußbodenverlauf von der VordertĂŒr bis in der Regel hinter die MitteltĂŒr, die Möglichkeit der Fahrzeugabsenkung („Kneeling“) sowie durch eine zusĂ€tzliche Einstiegshilfe (z. B. in Form manueller Klapprampen oder Hublifte).“cite-ref-4[4] WĂ€hrend Fahrzeug-gebundene Einstiegshilfen wie Rampen oder Absenkung meist auch in LE-Fahrzeugen vorhanden sind, unterscheiden sich LE- und „Voll-“Niederflurbus demnach durch den niederflurigen Anteil ihrer StehflĂ€che bzw. stufenlosen Boden im Fahrzeugheck.

Der EU-Richtlinie 2001/85/EG nach gilt bereits ein Fahrzeug, bei dem „mindestens 35 % der fĂŒr FahrgĂ€ste verfĂŒgbaren StehplatzflĂ€che (bzw. des vorderen Teilfahrzeugs bei Gelenkfahrzeugen bzw. der unteren Fahrgastebene bei Doppeldeckfahrzeugen) eine stufenlose FlĂ€che bilden und Zugang zu mindestens einer BetriebstĂŒr bieten“ als Niederflurfahrzeug.cite-ref-5[5] Demnach fallen auch LE-Busse unter diese Norm und werden wie (Voll-)Niederflurbusse behandelt.

„Low-Entry“ als „Low-Budget“

Neben der technisch vereinfachten Bauweise bieten einige Hersteller ihre LE-Modelle auch mit vereinfachten Ausstattungsmerkmalen als „Low-Budget-Variante“ gegenĂŒber dem Basismodell an. Zumeist werden diese Fahrzeuge seit jeher auch in NiedriglohnlĂ€ndern gefertigt, wobei inzwischen auch ein Großteil der „Premium-Busse“ in Osteuropa und der TĂŒrkei endmontiert wird.

In vielen LE-Modellen wird auf unnötigen Zierrat verzichtet; anstelle der teuren, verkleideten Integral-Außenspiegel, werden beispielsweise in der Basis-AusfĂŒhrung einfache, unverkleidete Spiegelarme aus Rundrohr verwendet. Anstelle von dekorierten GlastrennwĂ€nden im Fahrgastraum sind einfache Abtrennungen aus Sperrholz verbaut, zum Teil recht rustikal und altbacken wirkend. Der um die 2000er-Baujahre weit verbreitete, einheitliche VDV-Fahrerarbeitsplatz von Conti Automotive war im Bezug vergleichsweise teuer, so dass diese Hersteller fĂŒr ihre LE-Modelle zumindest anfangs ausschließlich eigene Lösungen anboten. So hatten Iveco/Irisbus im „Crossway LE“ und MAN anfangs im „Lions City T“ abgewandelte Cockpits aus ihren LKW-/Reisebusmodellen; beim spĂ€teren „Lions City LE“ wurde es durch das MAN-eigene, ovale Linienbuscockpit, die sogenannte „Pille“ ersetzt, die auch beim Vollniederflur-Modell optional zum VDV-Arbeitsplatz erhĂ€ltlich ist. Das Cockpit des Setra Business-LE stammt aus der 400er-Multiclass-Reihe.

Sonderformen

Gelenkbusse

Vereinzelt wurden auch von einigen Herstellern Gelenkbusse in LE-AusfĂŒhrung geliefert. Beispielsweise bot Solaris Bus & Coach den Urbino 18 mit CNG-Antrieb in einer LE-Variante ancite-ref-6[6].

Oberleitungsbusse

Bei Oberleitungsbussen sind Low-Entry-Konstruktionen hingegen weitgehend unbekannt, da die gesamte elektrische AusrĂŒstung gegenĂŒber einer mechanischen KraftĂŒbertragung platzsparender und auch unabhĂ€ngig von notwendigen, mechanischen Übertragungswegen wie GelenkwellenfĂŒhrungen im Fahrzeug relativ frei platziert werden kann. Zu den wenigen Ausnahmen eines solchen LE-Oberleitungsbusses gehört der tschechische Typ SOR TN 12, der wiederum auf dem Low-Entry-Dieselbus SOR BN 12 basiert, sowie der Solinger TS 1.

Wissenswertes

Der Begriff „Low Entry“ ist sicher auch ein anglizistischer Modebegriff der letzten Jahre, dabei ist das Prinzip der im wörtlichen Sinn niedrigen Einstiege nicht neu. Doppelstockbusse in selbsttragender Bauweise sind seit jeher auch in gewisser Weise Low-Entry-Busse, da das Unterdeck aufgrund der begrenzten Fahrzeughöhe (in Deutschland 4,00 Meter ohne Ausnahmegenehmigung) keine grĂ¶ĂŸeren Stufen zulĂ€sst, auch wenn unter dem Begriff „Low-Entry“ Barrierefreiheit, d. h. ebenerdiger Zugang fĂŒr Kinderwagen und Rollstuhlfahrer verstanden wird, den diese Busse nicht automatisch bieten.

Aber auch bei Eindeckerbussen gab es recht frĂŒh Entwicklungen mit fahrgastfreundlichen Einstiegen. Der gemeinsam von Otto KĂ€ssbohrer und dem Oldenburger Busbauer Theodor Pekol in den 1950er Jahren entwickelte Omnibus SP 110 (SP fĂŒr Setra-Pekol) hatte fĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse eine extrem niedrige Bodenhöhe von nur 50 Zentimetern bei nur einer Stufe, da dieser Bus im Gegensatz zu den sonst ĂŒblichen Mittelmotor-Bussen erstmals einen liegenden Heckmotor besaß. HĂ€ufig hatten die damaligen Mittelmotor-Busse trotz des recht hohen Wagenbodens von etwa 90 Zentimetern aber einen stufenarmen oder sogar stufenlosen Heckeinstieg, der als StellflĂ€che fĂŒr Kinderwagen genutzt werden konnte. Über eine oder zwei Stufen gelangte man von dieser StehflĂ€che in den Mittelgang zu den SitzplĂ€tzen.

Angewendet wird dieses LE-Konzept in der Niederflurtechnik ĂŒber Omnibusse hinaus auch beim Bau von Straßenbahn-Fahrzeugen, da frĂŒher die Antriebsdrehgestelle entsprechenden Platz benötigten und im Innenraum daher mit Stufen ĂŒberbaut werden mussten. Durch die heutige Verwendungsmöglichkeit von Einzelradfahrwerken oder tief gekröpften Portaldrehgestellen besteht diese Notwendigkeit nicht mehr. Ältere Hochbodenfahrzeuge wurden nachtrĂ€glich oft mit einem Niederflur-Mittelteil versehen, so dass auch hier pro Straßenbahntriebwagen wenigstens ein niederfluriger Einstieg zur VerfĂŒgung steht. Bei Kommunal- oder Flugfeld-Lkw mit NiedrigfahrerhĂ€usern wie dem Mercedes-Benz Econic spricht man inzwischen auch von Low-Entry-Kabinen.

Galerie

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Verband Deutscher Verkehrsbetriebe – Niederflurtechnik, abgerufen am 21. November 2020.
cite-note-22. ↑ AuwĂ€rter-Neoplan Fotoarchiv, abgerufen am 20. November 2020
cite-note-33. ↑ Lastauto Omnibus 2/1994
cite-note-44. ↑ Technik und Innovation. In: mobi-wissen.de. Abgerufen am 20. November 2020.
cite-note-55. ↑ Richtlinie 2001/85/EG des EuropĂ€ischen Parlaments und des Rates vom 20. November 2001 ĂŒber besondere Vorschriften fĂŒr Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit mehr als acht SitzplĂ€tzen außer dem Fahrersitz und zur Änderung der Richtlinien 70/156/EWG und 97/27/EG, abgerufen am 20. November 2020
cite-note-66. ↑ Solaris Urbino 18 LE CNG auf ProcuctFrom.com, abgerufen am 21. November 2020.